Am Abend des 24. Juni haben zwei Magdeburger Ideen den ersten und zweiten Platz des Kreativwettbewerbes BESTFORM-Awards gewonnen. Das erstplatzierte Projektteam freut sich über 10.000 Euro für die Idee eines Sport- und Tanzrollators, Platz zwei und 7.500 Euro erhält ein Tüftlerteam für die nachhaltige Lösung eines universellen „Fahrrad-Kofferraumes“. Damit stehen beide Magdeburger Gewinner für Mobilität und Lebensqualität.

Der vom Projektteam der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) entwickelte Rollator überzeugte die Jury durch den erheblichen Zugewinn an Lebensqualität für eine gesellschaftlich benachteiligte Zielgruppe. Er verleiht Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Handicap mehr Bewegungsmöglichkeiten. Die OvGU arbeitet bereits gemeinsam mit weiteren Partnern an einem Einsatz bei Demenz-Patienten. Das Projekt um den Rollator wird durch den EFRE-Fond finanziell gefördert. Das kreative Team besteht aus Prof. Dr. Anita Hökelmann, Martin Wiesner, Marcel Partie und Paul Blaschke.

Auch die zweite überzeugende Idee des Wettbewerbs stammt aus den kreativen Köpfen der Landeshauptstadt und unter Mitwirkung der OvGU: Ein zusammenklappbarer Fahrradanhänger für Lasten bis zu 40 Kilogramm. Das Besondere an diesem Anhänger ist, dass er zusammengeklappt einfach auf dem Gepäckträger befestigt werden kann. Er passt an jedes Fahrrad und ist dank Tasche auch bei schlechtem Wetter einsatzfähig. Diese Nachhaltigkeit und der Blick für Details überzeugten die Jury. Das Projektteam besteht aus Finn Süberkrüb, Markus Rothkötter, Frank Sporkenbach, Björn Kokoschko und Martin Wiesner.

Platz drei punktet mit Nachhaltigkeit beim Umgang mit Nahrungsmitteln und kommt von der Burg Giebichenstein aus Halle. Das Konzept „Baker‘s Butchery“, also Bäckers Fleischerei, von Lukas Keller sieht eine Mehlwurm-Farm in Bäckereien vor, die Abfallprodukte in hochwertiges Protein umwandeln. Das Projekt Collection GROW von Larissa Siemon, ebenfalls aus Halle, vereint Natur und Mensch durch die Verwendung von Luftalgen als umweltfreundliche Farben und wurde als Vision des Jahres prämiert. In dieser visionären Idee sollen lebende Textilfarben die Luft verbessern. Für Platz drei wurden 5.000 Euro, für die Vision des Jahres 2.500 Euro ausgelobt.

Zur bislang vierten Runde des Landeswettbewerbs wurden mehr als 70 Projekte eingereicht, wovon es elf in die engere Auswahl der Shortlist schafften. Zur letzten Vergabe des Awards 2017 erhielten Martina Findling aus Schönebeck und Martin Drews aus Magdeburg für die Trinkwasseraufbereitungsanlage „Waver“ den ersten Platz.

Mehr Informationen zum Wettbewerb gibt es auf Bestform Sachsen-Anhalt.

Foto: Preisträger und Juroren des BESTFORM-Award 2019 (c) Vorlautfilm GbR / IMG