Wichtige Weichenstellung für die Wissenschaft: Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am 7. Mai das neue Hochschulgesetz beschlossen. Die Kernpunkte: mehr Ausgründungen, mehr Autonomie und mehr Mitsprache aller Hochschul-Gruppen. Für Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann ist das neue Gesetz deshalb „ein bedeutender Meilenstein“. Er sagte: „Wir haben zwar lange, im Ergebnis aber erfolgreich um gute Lösungen zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Sachsen-Anhalt gerungen und machen unsere Hochschullandschaft mit dem neuen Gesetz jetzt wettbewerbsfähiger und zukunftsfest. Starke und leistungsfähige Hochschulen sind ein zentraler Stützpfeiler für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Land.“

Ein wichtiger Punkt des neuen Hochschulgesetzes ist die Ausweitung der wirtschaftlichen Betätigungsmöglichkeiten. Künftig sollen Hochschulen, deren wissenschaftliches Personal und interessierte Partner aus der Wirtschaft leichter gemeinsame Unternehmen gründen oder sich an diesen beteiligen können. Willingmann: „Sachsen-Anhalt hat sich gerade in den vergangenen drei Jahren verstärkt zu einem Land der Zukunftstechnologien entwickelt. Mit dem Hochschulgesetz legen wir die Grundlage, diesen Trend zu verstetigen, indem wir dem Gründungsgeschehen aus der Wissenschaft heraus Schwung verleihen. Das Potenzial dafür ist groß. Gerade in Bereichen wie Automotive, Medizintechnik, Maschinenbau oder den Naturwissenschaften sollen künftig deutlich mehr innovative Unternehmen entstehen, die dann hochwertige, gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen.“

Hochschulen können Unternehmensgründungen künftig mit eigenen Mitteln fördern sowie Gründerinnen und Gründern Zugang zu Laboren, Bibliotheken oder der IT-Infrastruktur ermöglichen. Professoren und Professorinnen können sich nun für einen gewissen Zeitraum beurlauben lassen, um Gründungen zu begleiten und so den Wissens- und Technologietransfer voranzubringen. „Im Wesentlichen geht es im Rahmen des Gesetzes darum, Anreize für Gründungen zu schaffen und bisherige bürokratische Hürden abzubauen“, erläuterte Willingmann. „Über diese Fragen haben wir lange und intensiv diskutiert. An dieser Stelle möchte ich deshalb auch den gewerblichen Kammern und Wirtschaftsverbänden dafür danken, dass sie insbesondere für meinen Ansatz, Hürden zur Unternehmensgründung aus Hochschulen heraus zu senken, nachdrücklich geworben haben, und wir in dieser Frage innerhalb der Koalition zu einem guten Ergebnis gekommen sind.“

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: http://www.presse.sachsen-anhalt.de/index.php?cmd=get&id=910397&identifier=f71f80c29ccab4e7fa9fb8913bdd304c

Quelle: Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt vom 7. Mai 2020